OHB – Die Kurs Rakete ist gezündet
Frankfurt/M., 31.10.2026 – Der Börsenrückzug ist abgeblasenen, lukrative Großaufträge werden vermeldet, die Aktie wird nun im SDAX und TecDAX gelistet – und der Kurs klettert steil nach oben. Wohin kann die Reise noch gehen?
Der CFO der OHB SE, Dr. Tim Tecklenburg, sieht im Interview mit dem Nebenwerte-Journal die wichtigsten Wachstumstreiber derzeit „in der steigenden strategischen Bedeutung von Raumfahrt für die Themen Sicherheit und Souveränität, Kommunikation, Navigation und Erdbeobachtung“. Raumfahrt entwickle sich zunehmend zu einer eigenen Industrie und werde als kritische Infrastruktur verstanden. Für OHB eröffnen laut Tecklenburg sowohl die steigenden Investitionen Deutschlands in weltraumgestützte Fähigkeiten als auch zusätzliche europäische Mittel für Verteidigung, Sicherheit und Raumfahrt attraktive Marktchancen, insbesondere im Bereich Verteidigung und Dual-Use.
Profitabler durch Skaleneffekte
Die Profitabilität will OHB unter anderem durch den Trend zu Satellitenkonstellationen mit hohen Stückzahlen kleinerer Satelliten steigern, weil dies zunehmende Skaleneffekte sowie standardisierte und effizientere Produktionsprozesse ermöglicht. Gleiches gelte für die steigenden Stückzahlen im Trägerraketen-Geschäft.
Risiken für OHB sieht Tecklenburg weniger in der Nachfrage nach Raumfahrt- und Sicherheitslösungen als vielmehr in der erfolgreichen Umsetzung der komplexen Projekte. Die größten potenzielle Engpässe sieht OHB bei der Verfügbarkeit hochqualifizierter Fachkräfte sowie in einzelnen Bereichen der Lieferkette. In den Ausbau der Kapazitäten wurde und wird kräftig investiert. So wird der Bau einer neuen Satellitenfabrik geplant, in der zunächst bis zu drei Satelliten pro Woche und perspektivisch bis zu einem Satelliten pro Tag gefertigt werden können.
Für 2026 strebt OHB – nach € 1.25 Mrd. im vergangenen Jahr – eine Gesamtleistung von € 1.4 Mrd. an. Mittelfristig sollen € 4 Mrd. erreicht werden. Die bereinigte EBITDA-Marge soll 2026 zwischen 10.5 und 11 % liegen. Mittelfristig peilt der Vorstand 13 % an.
Fazit: Die Aussichten für die OHB SE sind äußerst vielversprechend, auf dem gegenwärtigen Kursniveau bezahlen Investoren aber bereits sehr hohe Gewinnerwartungen bis in die 30er-Jahre hinein.
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Der ausführliche Bericht über die OHB SE mit dem Vorstandsinterview wird in der November-Ausgabe des Nebenwerte-Journal veröffentlicht: www.nebenwerte-journal.de. Der Abdruck ist unter Angabe der Quelle frei. Die Zahlen in Klammern geben die jeweiligen Vergleichswerte des Vorjahreszeitraums an.
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Das Nebenwerte-Journal richtet sich an eigenständig agierende Anleger. Jeder Artikel enthält zum Schluss ein Fazit mit einer Einschätzung, die positiv, negativ oder neutral ausfällt. Das Fazit gleicht einer grundlegenden Bewertung. Das Nebenwerte-Journal verzichtet bewusst auf die typischen Charakteristika eines Tipp-Dienstes, wie zum Beispiel konkrete Kauf- oder Verkaufsempfehlungen unter Angabe von Kurszielen. Kurzfristige Tradinggeschäfte auf der Grundlage von markttechnischen Faktoren werden deswegen nicht berücksichtigt, wobei charttechnische Faktoren bei der Beurteilung der Chance einer Aktie eine Rolle spielen können.