Die Umweltbank: Fokus auf Profitabilität
Die Umweltbank hat ihre Organisation umgebaut und eine neue Wachstumsstrategie etabliert.
Frankfurt/M., 01.10.2026 – Die Umweltbank AG sieht den Weg für Ergebnisverbesserungen geebnet. Im Interview mit dem Nebenwerte-Journal spricht Vorstandssprecher Dietmar von Blücher über die ersten Erfolge der neuen Wachstumsstrategie sowie die Ertragsperspektiven im Privat- und Kreditgeschäft.
Von Blücher, der im Januar 2024 zur Umweltbank kam, sieht die wichtigsten Hausaufgaben inzwischen als gemacht an. So stünden jetzt die digitalen Strukturen zur Skalierung des Geschäfts. Die Migration auf das neue Kernbankensystem ist abgeschlossen.
Deutliche Steigerung der Kundenzahl
Die neue Wachstumsstrategie fußt unter anderem auf die Marke Umweltbank, die den Nürnbergern eine Kundschaft mit relativ hoher Verweildauer beschert. Von Blücher forciert ein digitales Marketing und investiert in Markenbildung und Markenbekanntheit. Vor zweieinhalb Jahren lag die Kundenzahl noch bei 130.000. In den beiden vergangenen Jahren konnte die Zahl jeweils um rund 30.000 gesteigert werden. Zum 30.06.2026 wurden 195.157 (160.767) Kunden gezählt.
Für Anleger geht es jetzt darum, die weitere Ergebnisentwicklung intensiv zu beobachten. Nach den vielen Belastungen der Vorjahre, schloss die Umweltbank das H1 mit einem positiven Vorsteuer-Ergebnis von € 2.2 (6.7) Mio. ab. Das Minus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist auf Sondereffekte im H1 2025 zurückzuführen. Für das Gesamtjahr wird ein Vorsteuerergebnis im Bereich zwischen € 12.5 und 17.5 Mio. erwartet, wobei es sich nach Aussagen des Vorstands am unteren Ende der Spanne bewegen wird. Die Kosten wurden in den vergangenen Monaten durch ein Effizienzprogramm gedrückt.
Hoffnungen auf das Kreditgeschäft
Zum Treiber der Profitabilität soll insbesondere das Kreditgeschäft werden, das wieder ordentlich anzieht. Nach einem mäßigen Q1 mit € 36 Mio. Neugeschäft, wurden im Q2 bereits € 147 Mio. erzielt. Im H1 steht damit ein Neukreditvolumen von € 183 (40) Mio. zu Buche, das den Wert aus dem Gesamtjahr 2025 von € 120 Mio. bereits deutlich übertrifft. Für das H2 rechnet der Vorstand mit € 270 Mio., sodass 2026 insgesamt ein Neukreditvolumen von € 450 Mio. zustande kommen soll