Nebenwerte Journal
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Godewind Immobilien: Die Zuckerdosage entfaltet sich



CEO Stavros Efremidis

23.12.2019

Die Godewind Immobilien AG ging aus der ehemaligen HPE Holding hervor und erhöhte im März 2018 das Grundkapital von € 15 auf € 108.75 Mio. Die zu € 4.- angebotenen Aktien feierten ihr Debüt an der Börse am 05.04.2018 und gerieten kurze Zeit später in die Fänge von Leerverkäufern, die die Aktie im Tief bis auf € 2.75 schickten, obwohl € 3.50 Bargeld je Aktie aus dem Börsenstart vorhanden war.

Bei Kursen von € 3.11 griffen die heutigen Großaktionäre Karl Ehlerding und Vorstand Stavros Efremidis zu und stockten ihre Position auf kumuliert mehr als 25 % auf. Seitdem hat das Papier eine beachtliche Rally hingelegt. Am 09.12.2019 notierte die Aktie bei € 4.10. Gekauft werden z. B. Objekte mit hohem Leerstand an Top-Standorten. Generell ist es beabsichtigt, ein Portfolio von mehr als € 3 Mrd. an Gewerbeimmobilien, bevorzugt aus Bürogebäuden, aufzubauen. Sehr dynamisch entwickeln sich im laufenden Jahr auch die Mieterträge, die im Q3 auf € 9 Mio. und nach 9M 2019 auf € 20.4 Mio. zugelegt haben. Der unterjährige Aufwärtstrend ist vor allem dem sukzessiven Übergang von Nutzen/Lasten (Closing) der Immoblienkäufe geschuldet, von denen die jüngste, der Kauf des City Gate Tower in Frankfurt für € 85  




Mio., erst zum 01.09.2019 in den Besitz von Godewind übergegangen ist und somit nur einen Monat zu den Mieterlösen des dritten Quartals beigetragen hat. Es gehört nicht viel dazu, für 2019 weiter steigende Mieteinnahmen zu prognostizieren, selbst wenn keine weiteren Immobilienkäufe folgen sollten. Doch wie Efremidis darlegte, plant er weitere Zukäufe. Bis Ende 2020 will er das Portfolio auf € 2 Mrd. ausbauen.

Wer in den vergangen fünf Jahren auf Immobilienaktien gesetzt hat, hat damit ordentlich Geld verdient: So erzielten TAG Immobilien, Deutsche Wohnen und Vonovia mit Wohnimmobilien eine Performance von 136 %, 91 % sowie 80 %. Die Bochumer Vonovia spielt, anders als die Fußballer vom VfL Bochum, inzwischen sogar in der ersten Liga, sprich im DAX. Doch auch mit Gewerbetiteln waren satte Gewinne möglich, wie Aroundtown oder Alstria zeigen. Insgesamt hat der Deutsche Immobilienindex DIMAX mit einem Plus von 96 % den DAX klar geschlagen, der in diesem Zeitraum nur 33 % zugelegt hat.
 

Weitere Infos zum Unternehmen unter
https://www.godewind-ag.com
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