Nebenwerte Journal
Nebenwerte Journal

VIB Vermögen hisst die Segel +++ Nebenwerte Journal: Prognosecheck 2019 +++ Godewind Immobilien: Die Zuckerdosage entfaltet sich +++ Gea Group: Personeller Vorschusslorbeer +++ Neugierig auf das Nebenwerte Journal Extra? Testen Sie vier Ausgaben gratis via Online-Bestellung +++
Gea Group: Personeller Vorschusslorbeer
  
CFO Marcus Ketter


05.12.2019


In den vielen Jahren, in denen wir über die Gea Group AG berichten, befanden sich die Aktionäre des zu 70 % auf die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie ausgerichteten Maschinenbauers regelmäßig in einem Wechselbad der Gefühle, das mal euphorisch und mal deprimierend ausfallen konnte. Nunmehr hat es den Anschein, als käme wieder zunehmend Freude auf, deren Gründe wir in dieser Titelgeschichte beleuchten wollen.

Der danach trotz negativer Konjunkturaussichten einsetzende Kursaufschwung bis auf aktuell € 28.98 war dem neuen Vorstandsvorsitzenden Stefan Klebert und dem neuen Finanzvorstand Marcus Ketter geschuldet, die schon früher bei der Schuler AG gemeinsam erfolgreich arbeiteten, und denen die Börse offenbar eine positive Wende zutraute. Wir wiesen im NJ 6/19 darauf hin, dass der Vorstand, dem weiterhin Steffen Bersch und Martine Snels sowie ab Januar 2020 Johannes Giloth angehören, nicht nur intern den offenbar verkrusteten Konzern strategisch neu aufstellen, sondern sich auch mit zahlreichen Herausforderungen in einem weltwirtschaftlich schwierigen Klima 

auseinandersetzen müsste. Obwohl Leerverkäufer sich die vermeintliche Chance nicht entgehen ließen, zeigt die positive Reaktion der Börse auf die Neunmonatszahlen 2019 erstmals seit zwei Jahren die Rückkehr von Vertrauen.

CEO Klebert ist davon überzeugt, dass die Wachstumsmöglichkeiten für den Konzern intakt sind, ist aber verständlicherweise mit der heutigen Profitabilität nicht zufrieden. Daher sollen bis Ende 2020 statt 220 insgesamt 800 Stellen abgebaut werden. Zudem soll ein zentralisierter Einkauf etwa € 50 Mio. pro Jahr einsparen. Die neue Organisationsstruktur mit wieder fünf statt zwei Geschäftseinheiten wird zum 01.01.2020 eingeführt. Bis zum Jahr 2022 soll der Umsatz jährlich um durchschnittlich 2 bis 3 % und die EBITDA-Marge, die 2019 bei 9.8 % liegen soll, vor Restrukturierungsaufwand auf 11.5 bis 13.5 % wachsen. Die Verringerung des Working Capital und die Einführung eines einheitlichen IT-Systems sind weitere, zu erledigende Aufgaben.

Weitere Infos finden Sie unter
https://www.gea.com/de/index.jsp
Zurück