Nebenwerte Journal
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MLP: Opfer des Schubladendenkens
  
CFO Reinhard Loose


04.10.2019

Finanzdienstleister haben seit der Finanzkrise 2008/09 an der Börse einen schweren Stand. Kostete eine MLP-Aktie vor zehn Jahren noch € 10, so müssen Anleger aktuell nur noch etwa die Hälfte zahlen. Am 19.09.2019 notierte das Papier bei € 4.78. Während dieser Zeit wurde jedes Jahr eine Dividende gezahlt, kumuliert waren es € 2.40 je Aktie seit 2009. Die Renditen lagen durchschnittlich bei 5 %.


Per 30.06.2019 verfügte MLP über eine Nettoliquidität von € 168 Mio. Ausschüttungen in dieser Höhe stellen somit kein Problem dar. Da der Finanzdienstleister zudem noch über erhebliches Wachstumspotenzial, vor allem im noch jungen Geschäftsfeld Immobilienvermittlung, verfügen sollte, mutet der Börsenwert von € 522.6 Mio nicht gerade sportlich an. Wir haben uns daher entschlossen, dem Unternehmen eine Titelgeschichte zu widmen, denn eine Bewertung mit dem Umsatz-Multiple 1 erscheint uns realistisch zu sein. Rechnerisch käme bei zu erwartenden Erlösen im Jahr 2019 von € 700 Mio. geteilt durch 109.335 Mio. Aktien ein

fairer Kurs von € 6.50 heraus - mithin ein Kurspotential von 35 %. Der Investitionshorizont darf jedoch keinesfalls zu kurz gewählt werden und sollte mindestens 24, besser 36 Monate, betragen.

Die MLP SE segelt trotz ihrer inzwischen erreichten Größe unter dem Radar vieler Investoren. Die Wieslocher könnten Opfer des Schubladendenkens geworden sein, denn seit der Finanzkrise 2008/09 machen viele Anleger einen großen Bogen um Aktien von Banken, Brokern und Finanzdienstleistern. Das erscheint uns angesichts der guten operativen Entwicklung im H1 2019 übertrieben zu sein. Wie auch schon in den Quartalen zuvor, glänzt MLP vor allem durch Zuwächse, die sich quer über alle Segmente erstrecken. Ein Ende ist nicht abzusehen. Anleger, die sich von der ungeliebten Branche nicht abschrecken lassen, investieren hier in ein gut geführtes Unternehmen.


Weitere Infos finden Sie unter
http://mlp-se.de
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