Nebenwerte Journal
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Nebenwerte Journal: Prognosecheck 2019

Chefredakteur Carsten Stern


16.01.2020


Mittlerweile zum zwölften Mal haben wir uns angeschaut, was Unternehmen in ihren Geschäftsberichten den Anlegern versprochen haben - dieses Jahr die Prognosen in den Abschlüssen 2018 für 2019, die wir, wie in den Vorjahren, mit den Prognosen in den jüngsten Zwischenberichten verglichen. Fazit: So gut wie vor einem Jahr lagen die Unternehmen mit ihren Prognosen in den Geschäftsberichten bei weitem nicht. Die zahlreichen Gewinnwarnungen spiegeln sich darin wider.


Es gilt unverändert: Wer weiß, wie sein Markt tickt und damit auch das Verhalten seiner Kundschaft einzuschätzen vermag, der kann das eigene Handeln darauf ausrichten. Und schneidet im Wirtschaftsleben in der Regel erfolgreicher ab. Das gilt auch für den Erfolg an der Börse. Im Jahr 2019 wiesen 12 der 24 analysierten Unternehmen gegenüber unserem jeweiligen Empfehlungskurs Gewinne aus. Das heißt, jede zweite Empfehlung traf 


ins Schwarze. Den höchsten Kurssprung vollzog 2G Energy (NJ 10/18), die Aktie legte um 123.4 % zu. In der Spitze stand sogar ein Plus von 130.8 % zu Buche. Im Prognosecheck erreichte das Unternehmen einen Platz im oberen Mittelfeld. Mit "guter" Prognosefähigkeit wurde die Deutsche Konsum Reit ausgezeichnet, deren Kurs sich am zweitbesten entwickelte und um 49.3 % zulegte. Zwischenzeitlich wies die Aktie sogar ein Wachstum von 59.6 % aus.

In der Analyse für 2018 lag die Summe aller Maluspunkte noch bei 58. Nun sind es 111, so dass die durchschnittliche Abweichung der Unternehmensziele vom tatsächlich realisierten Ergebnis auf 4.6 (2.4) Punkte stieg. Der Hauptgrund für die schlechtere Prognoseleistung dürfte in der nachlassenden Konjunktur im Jahresverlauf 2019 zu suchen sein, die zahlreiche Gewinnwarnungen nach sich zog, die von den Unternehmen in ihren Ausblicken kaum zu berücksichtigen waren.


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