Nebenwerte Journal
Nebenwerte Journal

Wacker Neuson: Strategie 2022 weist den Weg +++ Helma Eigenheimbau: Besser könnte das Umfeld kaum sein +++ Einhell Germany: Hello und Hej +++ Indus Holding: Mehr Licht als Schatten +++ Neugierig auf das Nebenwerte Journal Extra? Testen Sie vier Ausgaben gratis via Online-Bestellung +++
Wacker Neuson: Strategie 2022 weist den Weg
Wacker_092019
Vorstandsvorsitzender Martin Lehner

05.09.2019

Für den Baugerätehersteller Wacker Neuson SE aus München ist der Elektroantrieb ein alter Hut. 1930 bereits, also vor fast neunzig Jahren, entwickelte der damals noch kleine Betrieb ganz eigenständig und ohne Vorbilder Elektrostampfer zur Bodenverdichtung und elektrische Innenrüttler, die frischen Beton von Wasser- und Luftüberschüssen befreien. Elektrisch allein füllt sich das Auftragsbuch auch nicht. CEO Martin Lehner sieht mehrere parallele Energieformen künftig im Wettbewerb miteinander, wie er im Interview mit dem Nebenwerte-Journal ausführte.

Dass die Themen Emissionsschutz und Lärmschutz gerade mit Blick auf innerstädtische Baustellen Diskussionsstoff bieten, kam für die Münchner nicht überraschend. Es nimmt deshalb nicht wunder, dass sie schon heute als einziger Hersteller weltweit über ein komplettes Programm von E-Fahrzeugen und Maschinen für die gesamte Wertschöpfung auf kleineren Baustellen verfügen. CEO Martin Lehner kennt auch die Sorgen der Bauunternehmer um die Wirtschaftlichkeit der Maschinen und definiert deshalb drei Ansprüche: hohe Leistung, nachhaltige Verfügbarkeit der Leistung



über einen kompletten Arbeitstag auf der Baustelle sowie Mehrwert für den Kunden. Da die Anschaffungspreise höher sind, ergeben sich die Vorteile aus der Nutzungsdauer. Nach drei Jahren soll sich der höhere Preis durch niedrigere Betriebskosten amortisiert haben.

Die Wacker Neuson SE wird auch im Jahr 2019 mit einem guten Ergebnis aufwarten. Wir rechnen mit einem Jahresergebnis von etwa € 113 Mio. Treibend dürften die sukzessive verbesserten Margen in Übersee wirken und das nach Ländern unterschiedliche, insgesamt jedoch robuste Geschäft in Europa. Der Zinsaufwand wird sich wieder reduzieren. Da Investoren sich allzu sehr auf den schwachen operativen Cashflow kaprizierten, ging der Kurs auf Talfahrt. Verstimmt haben mag auch die Nachricht, dass die Eigentümerfamilien nur fünf Wochen nach Ausschüttung  der Rekorddividende 3.8 Mio zu € 20 bei institutionellen Investoren plazierten. Das ist u. E. nur eine Momentaufnahme und ändert am guten Gesamtbild nichts.


Weitere Infos zum Unternehmen unter
https://www.wackerneuson.de/de/home/
Zurück