Nebenwerte Journal
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Klöckner & Co: Plattform statt Online-Shops

Vorstandsvorsitzender Gisbert Rühl

04.04.2019

Die Strategie „Klöckner & Co 2022“ umfasst die Kernbereiche Digitalisierung und Plattform, höherwertige Produkte, deren Anteil bis 2022 von 49 auf 60 % wachsen soll, und Effizienzverbesserungen, wobei die sich beschleunigende digitale Transformation eine herausragende Stellung einnimmt. Die damit verbundenen Chancen sind unseres Erachtens im Aktienkurs nicht ausreichend enthalten.

Seit dem Start hat sich der Anteil der über digitale Kanäle erzielten Umsätze von 9 % im Q1 2016 mit zunehmender Geschwindigkeit auf 25 (17) % im vierten Quartal 2018 erhöht. Bis Anfang 2022 sollen 60 % erreicht werden. Die Digitaleinheit kloeckner.i in Berlin beschäftigt mittlerweile 90 Mitarbeiter. In einer strategischen Partnerschaft mit Axel Springer hy werden seit Beginn des Jahres 2019 auch zusätzlich ausgewählte externe Unternehmen umfassend aus einer Hand beraten. Seit Ende 2017 sind die Online-Shops durch die Öffnung für Anbieter komplementärer Produkte zu Marktplätzen



ausgebaut worden. So auch die nach  Genehmigung durch die Behörden im Februar 2018 in Europa live gegangene Industrieplattform XOM Materials, die auch direkten Wettbewerbern offensteht. Die Digitalisierungsstrategie zielt darauf ab, die Ineffizienzen der Liefer- und Leistungsketten in der Stahlbranche sowie angrenzenden Industrien zu beseitigen. 

Es bleibt festzuhalten: Der Duisburger Metalldistributeur profitiert nicht nur von positiven Effekten beim EBITDA und beim Free Cashflow nach IFRS 16, sondern zunehmend auch von der Strategie Klöckner & Co 2022, die mit Digitalisierung, höherwertigen Produkten und Effizienzsteigerungen die Abhängigkeit von schwankenden Stahlpreisen vermindert. Vor diesem Hintergrund sprechen die niedrige Bewertung, die attraktive Dividendenrendite und etwas Übernahmefantasie für höhere Kurse.


Weitere Infos zum Unternehmen unter
https://www.kloeckner.com/de.html
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