Nebenwerte Journal
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Ringmetall: Warum Visionen sich auch lohnen können
  
CEO Christoph Petri


05.07.2018


"Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen" lautet ein bekanntes Bonmot des Altkanzlers Helmut Schmidt. Es könnte mit Blick auf die noch junge Historie der Ringmetall AG auch abgewandelt werden in: "Wer Visionen hat, sollte an die Börse gehen." Denn CEO Christoph Petri hat ein klares Ziel vor Augen: Organisches Wachstum plus Zukäufe - Wachstum mit System sozusagen oder auch "lohnende Visionen".

Christoph Petri will den Umsatz bis 2021 durch organisches Wachstum sowie weitere Akquisitionen auf € 200 Mio. ausbauen und die EBITDA-Marge dabei auf 13 bis 14 % (2017: 11.7 %) steigern. Etwas € 70 Mio. sollen Zukäufe beisteuern, € 30 Mio. organisches Umsatzplus ist geplant. Größere Kapitalmaßnahmen sind dafür nicht nötig, unterstrich der Unternehmenslenker im Gespräch mit dem Nebenwerte-Journal. Die vorgesehene kleine Kapitalerhöhung im Volumen von 5 % des Grundkapitals (mit Bezugsrecht und Wertpapierverkaufsprospekt) dient in erster Linie dem Zweck, im Juli 2018 den Aufstieg vom Freiverkehr in den General Standard zu vollziehen. Die dafür notwendige Umstellung 


der Rechnungslegung auf IFRS ist abgeschlossen. Da er so wie sein Vorstandskollege Konstantin Winterstein ihre Bezugsrechte in voller Höhe ausüben wollen, sollte die Plazierung größtenteils gesichert sein.

Da Petri allen seinen Ankündigungen auch Taten folgen ließ, können Anleger überschlagsweise folgende Rechnung aufmachen: Gelingt es Ringmetall, den Umsatz auf € 200 Mio. zu verdoppeln, so stünde bei einer Marge von 13 bis 14 % ein EBITDA von € 26 bis 28 Mio. zu Buche. Daraus sollte ein Jahresergebnis in der Größenordnung von € 15 Mio. bzw. € 0.50 je Aktie resultieren. Ein konstantes KGV von 18 unterstellt, müsste die Aktie etwa bei € 9.- notieren. Hinzu kommt die Dividende von zuletzt € 0.06 je Aktie, die im Laufe der Zeit weiter leicht gesteigert werden sollte. Das ist natürlich Zukunftsmusik, zeigt jedoch, welcher Hebel in einem Investment steckt. Der Investitionshorizont darf jedoch keinesfalls zu kurz gewählt werden. Mindestens drei Jahre sollten Anleger einplanen.

Weitere Infos finden Sie unter
http://ringmetall.de/
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