Nebenwerte Journal
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Gerresheimer: Erst wird gesät, dann geerntet +++ USU Software: 2018er EBIT-Plan gilt nun für 2019 +++ Deutsche Konsum Reit: Ruhekissen in unruhigen Zeiten +++ Freenet: Dividendenrendite höher als KGV +++ Neugierig auf das Nebenwerte Journal Extra? Testen Sie vier Ausgaben gratis via Online-Bestellung +++
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Gerresheimer: Erst wird gesät, dann geerntet

Finanzvorstand Rainer Beaujean

07.03.2019

Wie im NJ 10/18 dargestellt, sind es die Aktionäre des Düsseldorfer Verpackungsspezialisten für die Pharma- und Kosmetikbranche gewohnt, mit heftigen Kursschwankungen zu leben, die sich nicht zuletzt mit einer überwiegend hohen Bewertung erklären lassen. Schon geringe Abweichungen von den Analystenerwartungen werden belohnt oder bestraft.

Umso mehr ist zwar die eigene Meinung gefragt, doch mangels ausreichender Kapitalkraft müssen Privatanleger die von der Uneinigkeit der professionellen Wahrsager ausgelöste Volatilität in ihre Überlegungen einbeziehen, wobei die Bewertung des Geschäftsjahres 2017/18 positiv ausfiel. Nach einem starken vierten Quartal ist der Umsatz um 4.3 (organisch +3.4 nach -1.8) % auf € 1.41 (1.35) Mrd. gestiegen; bedingt durch negative Währungseinflüsse verblieben davon mit +1.4 % lediglich € 1.37 Mrd. In Amerika hat sich das Geschäft mit Injekitonsfläschchen, Ampullen und Karpulen deutlich erholt. Auch das Behälterglasgeschäft hat sich gut entwickelt, insbesondere Kosmetikglasprodukte waren gefragt. Nach dem Verlust eines Auftrags für einen Inhalator in Europa, verzeichneten die medizinischen Kunststoffprodukte nur ein geringes Wachstum. In der folgenden


Neuoriganisation wird das betroffene kleine Werk in der Schweiz geschlossen. Das adjusted EBITDA schwächte sich um 3.9 % auf € 298.6 (310.8) Mio. ab und entsprach einer Marge von 21.8 (23.1) %. Währungsbereinigt standen jedoch € 308 (310.8) Mio. zu Buche. Das kräfig auf € 131.1 (103.1) Mio. verbesserte Konzernergebnis belief sich bereinigt nach Anteilen Dritter auf € 178 (127.5) Mio. bzw. € 5.67 (4.06), unbereinigt auf € 4.11 (3.21) je Aktie.

Zwar flog die Aktie vor dem Jahresende offenbar aus einigen Depots, doch seit Januar kehren Anlager vermehrt zurück, obwohl die Gründe, die für höhere Kurse sprechen, bereits im Herbst vorigen Jahres bekannt waren. Doch die Stimmung sprach offenbar dagegen. Nunmehr werden die personelle Neuordnung im Vorstand, der gelungene Zukauf in der Schweiz mit dem Aufbau der Sparte Advanced Technologies, die gute Position in Nordamerika und die unverändert vorhandenen Megatrends im Gesundheitswesen als positiv eingeschätzt. Nach Überwindung der 200-Tage-Linie erscheinen Kurse in der seit drei Jahren mehrfach erreichten Spanne von € 75 bis 80 fundamental gerechtfertigt.

Weitere Infos zum Unternehmen unter
http://gerresheimer.com/index.html
USU Software: 2018er EBIT-Plan gilt nun für 2019

07.02.2019

Getreu dem Motto: Erst hatten wir kein Glück, und dann kam auch noch Pech hinzu, wurde die Aktie der USU Software AG im Jahr 2018 an der Börse abgestraft. Da wir dies eher als einmaligen Ausrutscher einstufen, bietet sich langfristig orientierten Anlegern mit einem Investitionshorizont nicht unter 24, besser 36, Monaten eine Einstiegsgelegenheit in das zudem dividendenstarke Papier.


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Deutsche Konsum Reit: Ruhekissen in unruhigen Zeiten
21.12.2018

Die Deutsche Konsum Reit AG will weiter wachsen, wie CFO Christian Hellmuth im Gespräch mit dem Nebenwerte-Journal betonte. Da die notwendigen Kapitalmaßnahmen durchgeführt wurden, Altdarlehen deutlich günstiger refinanziert werden konnten und die Kostenseite, etwa Personal, nur noch unterproportional wachsen sollte, müsste die Gewinnentwicklung der nächsten Jahre überproportional nach oben zeigen.
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Freenet: Dividendenrendite höher als KGV

06.12.2018

Kurzer Blick zurück: Zum Zeitpunkt unseres letzten Berichts im NJ 4/18 hatte die Aktie bei einem Kurs von € 25.36 gegenüber ihrem historischen Höchststand von € 32.99 im Januar 2018 bereits 28.5 % verloren. Nicht zuletzt auf Grund der in den vergangenen Jahren zuverlässig gezahlten, hohen Dividenden sahen wir den Rückgang als übertrieben an und hielten auf dieser Basis Neuengagements für renditeaffine Investoren für interessant. Das gilt erst recht bei einem Kurs von € 17.84 und nach einem Gespräch mit Freenet-Chef Christoph Vilanek.


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