Nebenwerte Journal
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MS Industrie: Es ist angerichtet +++ Klöckner & Co: Plattform statt Online-Shops +++ Gerresheimer: Erst wird gesät, dann geerntet +++ USU Software: 2018er EBIT-Plan gilt nun für 2019 +++ Neugierig auf das Nebenwerte Journal Extra? Testen Sie vier Ausgaben gratis via Online-Bestellung +++
News
Hier finden Sie, in unregelmäßigen Zeitabständen, Vorab-Meldungen und exklusive Informationen.
MS Industrie: Es ist angerichtet
  
CEO Dr. Andreas Aufschnaiter


02.05.2019

Zuletzt war uns die Münchner Industrieholding im NJ 11/16 eine Titelgeschichte wert. Trotz des erkennbaren Aufschwungs des Segments Ultraschalltechnik machten wir die hohe Abhängigkeit vom Hauptabnehmer Daimler Truck als Achillesferse des Geschäftsmodells aus. Dieses Problem scheint jetzt gelöst, doch die Börse scheint die neue Struktur noch nicht ausreichend eingepreist zu haben.

Wie schon im NJ 4/19 gemeldet, hat MS Industrie das US-Geschäft mit der Antriebstechnik (Powertrain) seines Werks im amerikanischen Webberville an einen italienischen Wettbewerber, die Gnutti-Gruppe aus Brescia, verkauft. Der Jahresumsatz der Sparte sinkt dadurch um etwa 40 % auf dann nur noch € 120 Mio. Die erst vor wenigen Monaten erworbene Immobilie in Webberville wird für zehn Jahre an die Italiener vermietet, denen ab April auch die vorhandenen Fertigungslinien und das eingespielte Produktionsteam unterstehen. Hintergund der Entscheidung ist der mit Daimler-Benz bestehende Rahmenvertrag, der für einen Teil der in Webberville gefertigten Ventiltriebe nur noch

eine Verlängerung bis maximal 2021 vorsah,wie CEO Dr. Andreas Aufschnaiter im Interview mit dem Nebenwerte-Journal betonte.

Die MS Industrie AG ist dabei, zwei bestehende Abhänigkeiten (von der Autoindustrie im Allgemeinen und Daimler im Besonderen) zu verringern und gleichzeitig zwei neue Bindungen einzugehen: An einen LKW-Produzenten mit internationalem Format als Abnehmer und an den Wettbewerber Gnutti Carlo als Partner. Die Entwicklungen überraschen teilweise, teils waren sie lange erwartet worden. Jedenfalls sollten sich die vier Weichenstellungen bald auch für die Aktionäre in klingender Münze auszahlen. Das Jahr 2018 ist operativ manierlich verlaufen. Der laufende Turnus 2019 wird ein Spitzenjahrgang. Kurse von € 3.80 und mehr sollten erreichbar sein, sobald die Allianz Global Investors, kurz AGI, ihr restliches Paket von 2.9993 (4.99) % veräußert hat, was wir in Kürze erwarten.


Weitere Infos finden Sie unter
http://ms-industrie.de/cms/de/home_ms-industrie_ag/
Klöckner & Co: Plattform statt Online-Shops
04.04.2019

Die Strategie „Klöckner & Co 2022“ umfasst die Kernbereiche Digitalisierung und Plattform, höherwertige Produkte, deren Anteil bis 2022 von 49 auf 60 % wachsen soll, und Effizienzverbesserungen, wobei die sich beschleunigende digitale Transformation eine herausragende Stellung einnimmt. Die damit verbundenen Chancen sind unseres Erachtens im Aktienkurs nicht ausreichend enthalten.
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Gerresheimer: Erst wird gesät, dann geerntet
07.03.2019

Wie im NJ 10/18 dargestellt, sind es die Aktionäre des Düsseldorfer Verpackungsspezialisten für die Pharma- und Kosmetikbranche gewohnt, mit heftigen Kursschwankungen zu leben, die sich nicht zuletzt mit einer überwiegend hohen Bewertung erklären lassen. Schon geringe Abweichungen von den Analystenerwartungen werden belohnt oder bestraft.
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USU Software: 2018er EBIT-Plan gilt nun für 2019

07.02.2019

Getreu dem Motto: Erst hatten wir kein Glück, und dann kam auch noch Pech hinzu, wurde die Aktie der USU Software AG im Jahr 2018 an der Börse abgestraft. Da wir dies eher als einmaligen Ausrutscher einstufen, bietet sich langfristig orientierten Anlegern mit einem Investitionshorizont nicht unter 24, besser 36, Monaten eine Einstiegsgelegenheit in das zudem dividendenstarke Papier.


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